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Beitragspflicht von Sachbezügen während Arbeitsverhinderungen


Rechner Während Arbeitsverhinderungen durch Krankheit, Mutterschutz, Karenz, Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienst werden meistens jene Sachbezüge weiter gewährt, die an ein aufrechtes Dienstverhältnis geknüpft sind. Hierzu zählen vor allem eine Dienstwohnung oder eine private Nutzung eines Firmen-PKW. Diese Sachbezüge müssen nicht immer beitragspflichtig sein, dazu einige Beispiele.

Dienstwohnung während Karenz
Behält eine Dienstnehmerin während einer Karenz die Dienstwohnung, ist dieser alleinige Sachbezug beitragsfrei.

Privatnutzung eines Firmen-PKWs während Präsenzdienst
Darf ein Präsenzdiener während des Präsenzdienstes weiterhin den Firmen-PKW privat benutzen, ist dieser alleinige Sachbezug beitragsfrei.

Privatnutzung eines Diensthandys während Krankengeldbezug
Während des Bezuges von Krankengeld sind Sachbezüge wie Zuschüsse der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers zu behandeln:

  • Beträgt die Summe aus Geld- und Sachbezügen weniger als
    50 % der vollen Entgeltansprüche vor dem Eintritt des Versicherungsfalles der Krankheit, besteht keine Beitragspflicht.
  • Beitragspflichtig ist die Summe aus Geld- und Sachbezügen ab
    50 % der vollen Entgeltansprüche vor dem Eintritt des Versicherungsfalles der Krankheit.


Besteht Anspruch auf Krankengeld und wird während des Bezuges von Krankengeld nur die Privatnutzung eines Diensthandys weitergewährt, ist dieser alleinige Sachbezug beitragsfrei.

Hinweis zur Betrieblichen Vorsorge (BV) während Arbeitsverhinderungen
Bei aufrechtem Arbeitsverhältnis sind während Arbeitsverhinderungen weiterhin BV-Beiträge zu leisten. Weitere Informationen über die BV-Beiträge von Sachbezügen während Arbeitsverhinderungen finden Sie im Fragen-Antworten-Katalog zum Betrieblichen Mitarbeiter/innen- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) über den Link „Mehr zum Thema“.

Exkurs: Besonderheiten im Zusammenhang mit Sachbezügen (gilt auch ohne Arbeitsverhinderung)
Besteht kein Anspruch auf Geldbezüge sondern nur Anspruch auf Sachbezüge und sind diese beitragspflichtig, muss die Dienstgeberin/der Dienstgeber auch die allgemeinen Dienstnehmer/innen-Beiträge (Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge) in voller Höhe tragen – unabhängig von der Höhe der Sachbezüge. In der Praxis wird dies nur bei Dienstverhältnissen eintreffen, die keiner kollektivvertraglichen Regelung unterliegen.

Übersteigen die allgemeinen Dienstnehmer/innen-Beiträge (Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge) 20 % der Brutto-Geldbezüge ist der Unterschiedsbetrag von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber zu tragen. Dieser Fall kann bei hohen Sach- und geringen Geldbezügen eintreten. Dazu ein Beispiel:

linkBeispiel zur Berechnung der Dienstnehmer/innen-Beiträge (23.5 KB)


Weitere Informationen über die Beitragspflicht von Sachbezügen finden Sie ebenfalls über den Link „Mehr zum Thema“.

Für Fragen zur Beitragsabrechnung wenden Sie sich bitte an uns:

Service-Line: +43 1 601 22-2727

linkE-Mail: office.ba@wgkk.at