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Geschwollene Beine: Hitze oder Notfall?

In welchen Fällen Hausmittel helfen und wann besser eine Spezialistin/ein Spezialist für Gefäßerkrankungen aufgesucht werden sollte.

Füße eines Paares in Flip Flops am Strand / Bildquelle: Bolbik/shutterstock.com

Im Sommer klagen viele über „schwere Beine“. In den meisten Fällen steckt dahinter die natürliche Erweiterung der Blutgefäße bei hohen Außentemperaturen. Das ist zwar unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich. Abhilfe schaffen das Hochlagern und kühle Umschläge oder Duschen und leichte Bewegung. Wer Krampfadern oder Besenreißer an den Beinen hat, sollte seine Gefäße aber einmal von einer Spezialistin bzw. einem Spezialisten für Gefäßerkrankungen untersuchen lassen. Dieses Fachgebiet der Inneren Medizin heißt Angiologie.

Einseitige Schwellung

Geschwollene Beine können aber auch Symptom von ernst zu nehmenden Erkrankungen sein. Schwillt nur ein Bein plötzlich an und ist keine akute Verletzung als Ursache bekannt, besteht der Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose. Darunter versteht man einen Verschluss eines Blutgefäßes im Bein durch ein Gerinnsel. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall!

Primar Univ.-Prof. Dr. Mirko Hirschl (siehe Foto), Vorstand der Angiologie im Hanusch-Krankenhaus erklärt: „Als Risikofaktoren für eine Beinvenenthrombose gelten eine eingeschränkte Beweglichkeit etwa durch Bettlägerigkeit und einen Gipsverband, erst kurz zurückliegende Operationen und Krebserkrankungen“. Durch eine körperliche Untersuchung, Labortests und eine Ultraschalluntersuchung kann die Ärztin bzw. Arzt eine Thrombose weitgehend ausschließen bzw. die notwendige Behandlung einleiten. Einseitige Beinschwellungen können aber auch etwa bei Gelenksentzündungen (Arthritis) oder Gelenksabnützung (Arthrosen) im Knie auftreten. Ist die Schwellung mit einer deutlichen Verfärbung bzw. Entzündung der Haut verbunden, kann es sich auch um einen so genannten Rotlauf (Erysipel) handeln. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Infektion der Haut und Lymphwege. Auch hier ist rasche ärztliche Hilfe nötig.

Beide Beine geschwollen?

„Schwellen beide Beine erstmals deutlich an, sollte auch dies medizinisch abgeklärt werden. Der erste Kontakt dafür ist die Hausärztin bzw. der Hausarzt“, rät Primar Hirschl. Die möglichen Ursachen reichen von Gefäß- und Lympherkrankungen in den Beinen, über Herzschwäche, Nierenerkrankungen bis zum Lungenhochdruck. Manchmal handelt es sich aber auch um die Nebenwirkung von Medikamenten. Bei Patientinnen und Patienten mit bekannten Erkrankungen des Herzens, der Nieren oder der Lunge kann das Anschwellen der Beine ein Zeichen für eine Verschlechterung der Krankheit sein. Auch sie sollten in diesem Fall ihre Ärztin bzw. ihren Arzt kontaktieren.

Angiologie-Ambulanzen des WGKK-Gesundheitsverbunds

Gesundheitseinrichtung Telefon Adresse Ambulanzzeiten
Hanusch-Krankenhaus
Gefäß Ambulanz
Tel.: +43 1 910 21-86130 1140 Wien, Heinrich-Collin-Straße 30, Pavillon 3, Erdgeschoß Mo.-Fr. 07.00 bis 14.00 Uhr
GZ Wien-Mariahilf
Gefäß Ambulanz
Tel.: +43 1 601 22-40600 oder -40601 1060 Wien, Mariahilfer Straße 85-87, 2. Obergeschoß, Zimmer 232 Mo. - Do. 07.00 bis 19.30 Uhr
Fr. 07.00 bis 14.30 Uhr
GZ Wien-Mitte
Gefäß Ambulanz 1
Tel.: +43 1 601 22-40300 1030 Wien, Strohgasse 28, 2. Obergeschoß, Zimmer 230 Mo.-Do. 07.00 bis 14.15 Uhr
Fr. 07.00 bis 14.00 Uhr
GZ Wien-Mitte Gefäß Ambulanz 2Tel.: +43 1 601 22-403001030 Wien, Strohgasse 28, 2. Obergeschoß, Zimmer 206Mo.-Do. 07.00 bis 13.00 Uhr
GZ Wien-Nord
Gefäß Ambulanz
Tel.: +43 1 601 22-40200 oder -40227 1210 Wien, Karl-Aschenbrenner-Gasse 3, 1. Obergeschoß, Zimmer 114 Mo.-Do. 07.00 bis 14.15 Uhr
Fr. 07.00 bis 14.00 Uhr
GZ Wien-Süd
Gefäß Ambulanz
Tel.: +43 1 601 22-4220 1100 Wien, Wienerbergstraße 13, 2. Obergeschoß Mo.-Do. 07.00 bis 14.15 Uhr
Fr. 07.00 bis 14.00 Uhr