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Termin für die jährlichen Lohnzettel 2017


Rufzeichen_neu_web.jpg Die jährlichen Lohnzettel sind mittels elektronischer Datenfernübertragung bis Ende Februar zu senden. Dadurch werden die relevanten Daten für die Lohnsteuer, die Sozialversicherung und die Betriebliche Vorsorge für jede einzelne Arbeitnehmerin bzw. jeden einzelnen Arbeitnehmer rechtzeitig gemeldet.

 

Für jede einzelne freie Dienstnehmerin bzw. jeden einzelnen freien Dienstnehmer ist dem Finanzamt die steuerrechtliche Mitteilung gem. § 109a EStG (Formular E 18) zu senden. Zusätzlich ist der Lohnzettel SV – der Beitragsgrundlagennachweis (BGN) – zu melden.

 

Die Meldefrist für die Lohnzettel 2017 mittels elektronischer Datenfernübertragung endet am 28. Februar 2018.

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ELDA-Protokoll beachten

Bitte füllen Sie die Lohnzettel vollständig aus und vermeiden Sie Fehler: Bei unvollständigen oder fehlerhaften Meldungen erhalten Sie von ELDA im ELDA-Protokoll einen Warnhinweis (Kennzeichen „W“) oder die Information über die Nichtübernahme (Kennzeichen „N“).

 

Enthält das ELDA-Protokoll das Kennzeichen „N“, konnte ELDA Ihre Meldung nicht weiterleiten. Ihre Meldung ist dadurch nicht eingelangt, muss von Ihnen berichtigt und erneut elektronisch gesendet werden. 

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Häufige Fehler – Tipps

Um aufwändige Rückfragen zu vermeiden, beachten Sie bitte:

  • Überprüfen Sie beim Ausstellen der Lohnzettel, ob die bereits für die Abrechnung der Beiträge gemeldeten Beitragsgrundlagen mit den Beitragsgrundlagen am Lohnzettel übereinstimmen. Vergessen Sie nicht, eventuelle Berichtigungen Ihrer bisherigen Meldungen durchzuführen und ausständige Beiträge nachzuzahlen.
  • Der Lohnzettel SV bzw. der Beitragsgrundlagennachweis umfasst sowohl die Daten für die Sozialversicherung (SV) als auch die Daten für die Betriebliche Vorsorge (BV).
  • Ist während des Jahres 2017 ein Beschäftigungsverhältnis beendet worden, war bereits ein Lohnzettel zu senden. Hat diese Arbeitnehmerin bzw. dieser Arbeitnehmer während des Jahres 2017 in einem späteren Kalendermonat noch einmal ein Beschäftigungsverhältnis bei Ihnen begonnen und ist dieses am 1. Jänner 2018 noch aufrecht, übermitteln Sie mit dem jährlichen Lohnzettel 2017 nur mehr die Daten für das neue Beschäftigungsverhältnis.
  • Beitragsgrundlagen für eine Zeit der geringfügigen Beschäftigung sind in einem eigenen Lohnzettel zu melden. Dies gilt auch, wenn zwischen einer vollversicherten und einer geringfügigen Beschäftigung gewechselt wurde.
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Urlaubsersatzleistung, Kündigungsentschädigung

Vergessen Sie nicht: Wenn eine Beschäftigung 2017 beendet wurde und Entgeltansprüche in das Jahr 2018 hineinreichen (z. B. durch Urlaubsersatzleistung oder durch Kündigungsentschädigung), sind zwei getrennte Lohnzettel SV erforderlich – einer für 2017, einer für 2018.

 

Beispiel: Beendigung des Dienstverhältnisses mit Urlaubsersatzleistung im nachfolgenden Kalenderjahr

 

Ende des Dienstverhältnisses: 31.12.2017

Urlaubsersatzleistung: 1.1.2018 bis 15.1.2018

Beitragspflichtiges Entgelt vom 1.1.2017 bis 31.12.2017: EUR 24.000,00

Sonderzahlungen für 1.1.2017 bis 31.12.2017: EUR 4.000,00

Urlaubsersatzleistung: EUR 1.000,00

Sonderzahlungsanteil an Urlaubsersatzleistung: EUR 166,67

 

  • Abmeldung

 

Ende des Beschäftigungsverhältnisses: 31.12.2017

Ende des Entgeltanspruches: 15.1.2018

Ende der Beitragspflicht zur Betrieblichen Vorsorge: 15.1.2018

Ende der Meldefrist am 22.1.2018

 

  • Zwei BN

 

Beitragsabrechnung mit BN 12/2017:

Beitragspflichtiges Entgelt für Dezember 2017

Sonderzahlungsanteil an Urlaubsersatzleistung (Sonderzahlungen, also auch jener Teil, der auf die Urlaubsersatzleistung entfällt, sind immer in dem Monat zu berücksichtigen, in dem sie arbeitsrechtlich fällig werden)

Ende der Meldefrist am 15.1.2018

 

Beitragsabrechnung mit BN 1/2018:

Urlaubsersatzleistung

Ende der Meldefrist am 15.2.2018

 

  • Zwei Lohnzettel SV

 

Beitragsgrundlagenmeldung mit Lohnzettel SV 2017:

Beitragspflichtiges Entgelt vom 1.1.2017 bis 31.12.2017 (= exklusive Urlaubsersatzleistung) EUR 24.000,00

Sonderzahlungen vom 1.1.2017 bis 31.12.2017 (= inklusive Sonderzahlungsanteil an Urlaubsersatzleistung) EUR 4.166,67

Ende der Meldefrist (bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses bis zum Ende des Folgemonates) am 31.1.2018

 

Beitragsgrundlagenmeldung mit Lohnzettel SV 2018:

Urlaubsersatzleistung EUR 1.000,00

Ende der Meldefrist (bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses bis zum Ende des Folgemonates) am 31.1.2018

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Beitragspflichtiges Teilentgelt

Beitragspflichtiges Teilentgelt ist jenes Entgelt, das neben einem Kranken- oder Wochen­geldbezug geleistet wird, wenn es 50 % der vollen Geld- und Sachbezüge vor dem Eintritt des Versicherungsfalles erreicht oder übersteigt. Am Lohnzettel SV sind das beitragspflichtige Teilentgelt und die Anzahl der Tage mit beitragspflichtigem Teilentgelt in die dafür vorgesehenen Rubriken einzutragen. Beachten Sie dazu:

  • Das beitragspflichtige Feiertagsentgelt ist – so wie das beitragspflichtige Teilentgelt von 50 % – unter „Allgemeine Beitragsgrundlage“ zu berücksichtigen.
  • Das nach dem Berufsausbildungsgesetz an Lehrlinge zu zahlende Teilentgelt ist beitragsfrei und nicht einzutragen.

 

Weitere Informationen über die Meldung der Lohnzettel finden Sie über den nebenstehenden Link unter „Mehr zum Thema“. 

 

Für Fragen zum Lohnzettel Finanz wenden Sie sich bitte an die Lohnzettelberaterinnen und Lohnzettelberater der Finanzämter. Die Kontaktdaten der Finanzämter finden Sie über den nebenstehenden Link unter „Mehr im Internet“.

 

Zum Lohnzettel SV wenden Sie sich bitte an uns:

Service-Line +43 1 601 22-2727

linkE-Mail office.ba@wgkk.at