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Vorgangsweise nach unentschuldigtem Fernbleiben


CAN11958_Information_web_2.jpg Bleibt eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer unentschuldigt der Arbeit fern, muss dadurch nicht sofort das Beschäftigungsverhältnis enden.

 

Eventuelle Rechtsfolgen des unentschuldigten Fernbleibens beziehen sich immer auf die konkrete Situation. Daher ist eine arbeitsrechtliche Beratung für den Einzelfall durch die Interessenvertretung (z. B. Wirtschaftskammer) empfehlenswert.

 

Verliert die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer durch das unentschuldigte Fernbleiben von der Arbeit den Entgeltanspruch, wird eine Abmeldung von der Sozialversicherung notwendig – unabhängig von der Frage, ob das Beschäftigungsverhältnis zu beenden ist bzw. von der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer beendet wurde.

 

Beim Ausfüllen der Abmeldung ist folgendes zu beachten:

  • „Ende d. Entgeltanspruches“: Datum des Endes des Entgeltanspruches eintragen
  • „Ende Beschäftigungsverh.“: kein Datum eintragen
  • „Abmeldegrund“: „SV-Ende – Beschäftigung aufrecht“ auswählen
  • „Betrieblicher Vorsorgebeitrag Ende“: Datum des Endes des Entgeltanspruches eintragen
  • „Auflösungsabgabe“: „Nein“ auswählen

 

Die Abmeldung muss innerhalb von sieben Tagen nach dem Ende des Entgeltanspruchs erstattet werden.

 

Stellt sich heraus, dass die Abmeldung zu Unrecht erfolgte, ist

  • die Abmeldung zu stornieren und
  • die Beitragsabrechnung richtigzustellen.

 

Kommt es zur Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses, sind

  • die Abmeldung mit dem Datensatz „Richtigstellung Abmeldung“ zu berichtigen (auch mit dem richtigen Abmeldegrund),
  • anfallende Entgelte abzurechnen (z. B. Sonderzahlungen, Urlaubsersatzleistungen) und
  • ein Lohnzettel Finanz/SV zu senden.

 

Für Fragen zur Beitragsabrechnung wenden Sie sich bitte an uns:

Service-Line +43 1 601 22-2727

linkE-Mail office.ba@wgkk.at